Ökosystem Aquarium
Der richtige Start fürs Aquarium
1: Ohne
eine intakte Bakterienfauna kein funktionierendes
Aquarium ! Deshalb das Aquarium erst immer lange
genug einfahren.
Vor dem Fischbesatz sollte das Aquarium mindestens 4 - 6 Wochen
einlaufen, d.h. es sind nur Bodengrund, Pflanzen und Dekomaterialien
enthalten. Zum einen benötigen die Pflanzen diese Zeit
zum Wurzeln, und um sich auf die neuen Wasser- und Lichtverhältnissen
einzustellen. Zum anderen muss die Bakterienfauna in Filter
und Bodengrund aktiv werden und wachsen.
Frisches Leitungswasser ist nach dem ersten Befüllen in
der Regel leicht milchig und trüb. Diese Trübung verliert
sich nach einigen Tagen, je nach dem wie schnell und gut
sich die Bakterienfauna im Aquarium aktiviert hat.
Vor dem ersten Fischbesatz sollte das Aquarienwasser unbedingt
klar sein. Nach dem ersten Besatz sollte mehrmals und nur in
kleinen Portionen (immer)gefüttert werden. Gerade in der
kritischen Anfangsphase liegt die Abbauleistung der wichtigen
Bakterien noch auf einem niedrigem Niveau. Durch zu viel Futter
im Aquarium kann es zu kolloiden Trübungen
des Wassers kommen. Es darf nur so viel gefüttert werden,
wie die Fische in kurzer Zeit fressen.

2: Ein
Aquarium ist ein sensibles und geschlossenes Kreislaufsystem,
in dem Bakterien, Pflanzen und Algen eine sehr wichtige
Rolle spielen. Auf Eingriffe von Aussen reagiert
es zeitverzögert,
und sensibel.
Wichtig ist bevor man Fische kauft sollte man folgendes Dinge
beachten : welcher Herkunft, Verhalten, Nahrung
und die zu erreichende Endgröße des Fisches.
Aus welchem sozialen Umfeld kommen die Fische? Einzelgängerische
Arten sind anders zu vergesellschaften, als die Schwarmbildende
Fische. Für Revierbildenden Arten ist ein reich strukturiertes
Becken mit vielen Versteckmöglichkeiten nötig, während
Schwarmfische eine genügende hohe
Individuenzahl und freien Schwimmraum
benötigen.
Der Besatz eines Aquariums sollte vorher genaustens geplant
werden.
Bei neu aufgestellten und in Betrieb genommenen Aquarien sollten
die einzelnen Fischarten nacheinander über mehrere Tage
oder auch Wochen nach und nach eingesetzt werden, nicht der
gesamte Fischbesatz auf einmal.

Hamburger Matten Filter (Schema)
Krankheiten und Medikamente
Darmflagellaten:
Die Fische magern ab, die Afterregion entzündet sich, schleimiger
Kot, ungewöhnlich dicker Bauch, gelegentlich weißliche
Löcher
in der Kopfregion, Fische färben sich dunkel, Fische sondern
sich ab, schwimmen ruckartig und schaukeln und nehmen keine
Nahrung zu sich.
Bauchwassersucht:Der
Erreger dieser Krankheit ist nicht zu 100% bekannt,
man glaubt jedoch , daß sie einen bakteriellen
Ursprungs haben. Typische Symptome sind aufgedunsene
Bäuche,
die Ausbildung von Glotzaugen und entzündete After.
Es gibt aber auch eine Geschwürform der Bauchwassersucht,
die sich in roten, von einem weißen Ring umgebenen
Wucherungen und schuppenfreien, hervorstehenden Hautstellen äußert.
Die Krankheit ist äußerst ansteckend.
Heilmittel
Nifurpirinol: Gegen
Bakterien und Pilze wird Nifurpirinol eingesetzt; es
hat den Vorteil, daß es von den Fischen auch über
die Kiemen aufgenommen wird und sowohl innerlich als
auch äußerlich wirkt. Wirkung: Behandlung
von und Vorbeugung von inneren und äußeren
bakteriellen Zierfischinfektionen.
Metrodinazol: Diese
Medikament wird in der Humanmedizin gegen parasitäre
Geißeltierchen eingesetzt; bei Anwendung im Aquarium
(Darmparasiten)sollte man sich strikt an die Packungsbeilage
halten. Wirkung: Bekämpfung
von Darmflagellaten der Gattungen Hexamita und Spironucleus.
Natriumchlorid: Kochsalz
(Jodfrei) ist überall problemlos
zu bekommen
und wird bei Süßwasserfischen sowohl zur
Behandlung von Infektionen als auch im Zuge vorbeugender
Maßnahmen von mir selber
verwendet.
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Aquarien werden zuerst vor allem nach dem Salzgehalt des Wassers unterschieden.
Meereswasseraquarien haben den höchsten Anteil an gelöstem Salz im Wasser. In ihnen werden Lebensbedingungen simuliert, wie sie in Ozeanen vorkommen. Der Salzgehalt liegt bei 3,4 Prozent (34 g/l). Bei
Süßwasseraquarien beträgt der Anteil des Salzes im Wasser weniger als 0,6 Prozent. Nachgeahmt werden die Lebensbedingungen in einem See oder Fluss. Dieser Typus von Aquarium ist der in der Aquaristik am meisten verbreitete.
Brackwasseraquarien sind dagegen ein verhältnismäßig wenig verbreiteter Aquarientyp. Sie bilden die Lebensbedingungen der Mündungsgebiete großer Flüsse oder Mangrovenküsten nach. Der Salzgehalt liegt zwischen den Werten für ein Salz- und Süßwasseraquarium.
Viele tropische Gewässer, aus denen im Aquarium gepflegte Lebewesen stammen, haben salzarmes und sehr weiches Wasser. Bezeichnungen wie Amazonasbecken oder
Schwarzwasseraquarium weisen auf Süßwasseraquarien hin, die diese Lebensbedingungen simulieren; während in einem Schwarzwasserbecken jedoch Arten unterschiedlichster Herkunft gepflegt werden, die diese Haltungsbedingungen fordern, werden in einem Amazonasbecken gezielt nur solche Pflanzen, Fische und Wirbellose gehalten, die ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet im Amazonas haben. Sogenannte Malawibecken oder Ostafrikaaquarien beherbergen meist Fische der ostafrikanischen Grabenseen mit höherem Salzgehalt. Aquarien für heimische Kaltwasserfische weisen ebenfalls oft härteres Wasser als diejenigen für tropische Fische auf; der Begriff „Hartwasserbecken“ ist jedoch unüblich.
Einen spezifischen Typ des Aquariums stellt das sogenannte Altwasseraquarium dar. Hier wird auf den regelmäßigen
Teilwasserwechsel verzichtet und lediglich das verdunstete Wasser mit Regen- oder destilliertem Wasser aufgefüllt. Notwendig dafür ist ein nur sehr geringer Fischbesatz, damit Filter und Pflanzen die Möglichkeit haben, die anfallenden Stoffwechselprodukte umzuwandeln; diese Form ist in der Aquaristik jedoch umstritten.
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