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Wasserwechsel und der PH-Wert im AquariumHier einige Begriffe und Erklärungen zum Thema Wasser und Co!!!! Wasserwechsel : Aufgrund von starken Belastungen mit organischen Zerfallsprodukten (Futterreste und Ausscheidungen) muß das Aquariumwasser regelmäßig erneuert werden: Ich wechsel alle 10 Tage 30-40% des Wassers. Wasserwerte : Der Name "Wasserwert" bedeutet soviel wie die chemischen und physikalischen Eigenschaften des Wassers. In der Aquaristik ist insbesondere die Temperatur, der pH-Wert , die Leitfähigkeit , die Wasserhärte, bestehend aus Carbonathärte und Gesamthärte , sowie die für Fische giftigen Substanzen Ammoniak , Nitrit und Nitrat von grosser Bedeutung. Geeignete und optimale Wasserwerte sind deshalb ein sehr wichtiges Thema in der Aquaristik, weil sie die Grundvoraussetzung für gesunde Fische und angemessenen Pflanzenwuchs sind. PH-Wert : Gibt Auskunft über das Verhältnis zwischen Säuren und Basen im Wasser. Der optimale pH-Wert liegt je nach Fischart zwischen pH 5 und pH 9; bei pH 7 ist das Wasser neutral (Verhältnis Säuren zu Basen 1:1). Bei einem pH-Wert unter 7 ist das Wasser sauer, über den pH-Wert7 ist es alkalisch.In meinen Becken hab einen durchschnittlichen ph-Wert von ca. pH 8. Leitfähigkeit : Unter Leitfähigkeit versteht man die Summe der im Wasser gelösten Ionen. Da Ionen immer entweder positiv oder negativ geladen sind, leiten sie den elektrischen Strom, daher auch die Bezeichnung elektrische Leitfähigkeit oder Leitwert. Je mehr Ionen im Wasser vorkommen, um so höher ist die Leitfähigkeit. Gleichzeitig mit der Leitfähigkeit steigt auch der osmotische Druck des Wassers. Karbonathärte (dKH) : Die Karbonathärte sagt aus , wie viele Karbonate im Wasser gelöst sind. Die Karbonate sind der wichtigste pH-Puffer im Wasser. Die Karbonathärte wird auch als Säurebindungsvermögen des Wassers verstanden. Viele Fischarten, z.B. Cichliden aus dem Tanganjikasee, benötigen Wasser mit besonders hoher Karbonathärte. Gesamthärte (dGH) : Die so genannte Gesamthärte des Wassers ergibt sich durch die enthaltenen Anteile von Calcium- und Magnesiumsalzen. Ammoniak (NH 3 ) : Ammoniak ist ein Gas, das im Aquarium bei der Zersetzung von organischen Substanzen ( Futterreste und Ausscheidungen) durch Bakterien entsteht. Mit ansteigendem pH-Wert steigt die Gefährlichkeit von Ammoniak.Es kann die Zellwände unserer Fische durchdringen und wichtige Zellfunktionen stören. Damit das hochgiftige Ammoniak so schnell wie möglich abgebaut wird, treten jetzt die so wichtigen Nitrifikationsbakterien in Aktion. Sie oxidieren Ammoniak in Nitrit und Nitrat und sind somit die wichtigste Funktion des Biofilters. Nitrat (NO - 3 ) : Nitrat ist ab einer Konzentration von ca. 100 mg/Liter im Aquarium nicht mehr zulässig. In dieser Höhe fördert es das unerwünschte Algenwachstum . Bei einem mittlerem bis sehr hohem Fischbesatz werden ständig Nitrat und seine Vorstufen produziert. Ein regelmäßiger Wasserwechsel ist dringend erforderlich. Nitrit (NO - 2 ) : Nitrit ist vor in höheren Konzentrationen eine giftige Zwischenstufe beim Abbau von Ammoniak durch Mikroorganismen . Phosphat (PO 3- 4 ) : Phosphat ist lebenswichtig für die Aquariumpflanzen und Bewohner des Beckens.Zu hohe Phosphatwerte entstehen durch zu großen Fischbesatz oder Überdüngung und führen zu kräftigem Algenwuchs . Säuresturz : Ein plötzlicher, für Aquarienfische lebensbedrohlicher Abfall des pH-Wertes . Kann bei einer zu geringen Karbonathärte (Süsswasser < 4° dH, im Meerwasser <8° dH) entstehen. Spirulina : Die Alge Spirulina, wegen ihrer Spiralenform so genannt, zählt zu den Cyanobakterien und kommt bevorzugt in brackigen Wasser vor, besonders in Ost-und Zentralafrika.Sie enthält alle essentiellen Fettsäuren einschließlich Gammalinolensäure,sowie alle essentiellen Aminosäuren, Enzyme, Chlorophyll, verschiedene Carotinoide wie das wertvolle Beta-Carotin und Eisen und Magnesium. Da Spirulina keine harte Zellwand aus Zellulose besitzt, ist die Alge sehr leicht verdaulich und so sind Ihre wertvollen Bestandteile für den verdauenden Organismus leicht zu verstoffwechseln. Durch diese vielen positiven Eigenschaften und der anregenden Wirkung des Immunsystems, hat sie starke Verbreitung in der Fischernährung gefunden. Artemia : Die kleinen Salinenkrebse haben in der Zierfischernährung sehr große Bedeutung erlangt. So werden bei der Aufzucht von Jungfischen im Aquarium die Larven (Nauplien) gern als hochwertiges Aufzuchtfutter an die Fischbrut verfüttert.Die Verbreitung der kleinen Salinenkrebse erstreckt sich nahezu über die gesamte Erdkugel,wo diese anpassungsfähigen Organismen äusserst unterschiedliche, wenn auch meist die wärmeren und salzhaltigsten Gewässer besiedeln. Astaxanthin : Sogenanntes Astaxanthin ist ein natürlicher Farbstoff, welcher aus der Alge Haematococcus pluvialis gewonnen wird. Bei unseren Fischen bewirkt Astaxanthin, welches eine 10 x stärkere Wirkung als ß-Carotinoin hat, nicht nur eine starke Intensivierung der roten sondern auch der gelben, grünen und blauen Farben (Pigmente). Von grossem Interesse in der Fischernährung ist auch , dass Astaxanthin eine sehr starke vitaminartige Wirkung insbesondere auf die Fruchtbarkeit und den damit verbundenen Zuchterfolg und auf die Immunabwehr der Fische ausübt. Damit verstärkt Astaxanthin die Vitalität, das Wohlbefinden und die Widerstandskraft der Fische erheblich und eignet sich daher insbesondere bei starker körperlicher Beanspruchung, sowie der Zucht, beim Eingewöhnen von Neuzugängen, in der Quarantäne, oder nach dem Umsetzen. Huminsäuren : Huminsäuren sind organisch- natürlich entstandene, schwache Säuren, mit vielen günstigen Eigenschaften auf die so zahlreiche Lebensfunktionen des Fischorganismus. Sie stabilisieren die wichtige Schleimhaut des Fisches und sie binden wichtige Spurenelemente und machen diese somit für den Fisch verfügbar. Mikroorganismen : Ist ein Sammelbegriff für alle Kleinstlebewesen, wie z.B.die Bakterien in unseren Aquarien.
Die Rotalge
Die Grünalge |
AlgenAlgensporen sind nur wenige Mikrometer groß. Sie werden beim Um- und Einsetzen von Fischen und Pflanzen sowie beim Wasserwechsel mit eingeschleppt. Vermehren sie sich explosionsartig, ist dies ein Hinweis darauf, dass die Stickstoffumwandlung im Aquarium nicht ausreichend gut funktioniert. Besonders in der Startphase eines Aquariums können sich Blaualgen stark vermehren, die einen meist blaugrünen, gelegentlich auch schwärzlich-purpurnen oder bräunlichen Überzug über Pflanzen und Steinen bilden. Blaualgen wachsen sehr schnell und können Pflanzen, die noch nicht gut angewachsen sind, unter sich ersticken. Eine mechanische Entfernung ist zwar sinnvoll, allerdings können selbst aus kleinsten Rückständen wieder große Algenmengen nachwachsen. Zu den Rotalgen zählen die sogenannten Bart-, Pinsel- und Pelzalgen. Sie sind von einer schmutzig grünen bis schwärzlichen Farbe. Die namensgebende Rotfärbung ist dann sichtbar, wenn man die Algenfäden in Alkohol legt. Rotalgen werden allerdings im Gegensatz zu den Blaualgen von einer Reihe von Fischarten gefressen. Kieselalgen treten dann auf, wenn ein Aquarium nur unzureichend beleuchtet ist und der Sauerstoffwert wegen der dann geringen Assimilationsleistung der Aquarienpflanzen zu niedrig ist. Diese Algen, die einen schmierig-bräunlichen Belag auf Steinen und Wurzeln bilden, verschwinden, wenn die Lichtverhältnisse im Aquarium verbessert werden. Grünalgen stellen dagegen ähnlich hohe Ansprüche an das Wasser wie die Aquarienpflanzen. Sie sind von grüner bis hellgrüner Farbe und wachsen je nach Art watteartig, fadenförmig oder büschelartig und lassen sich einfach mit der Hand oder einer Pinzette entfernen.
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